Einkaufsbummeln in Schweizer Klein- und Mittelstädten wird immer uninteressanter

Dyson Showroom von aussen

Einkaufsbummeln in schweizer Klein – und Mittelstädten wird immer uninteressanter. Die leerstehenden Geschäfte, schwache Auswahl an Angeboten und ein zu geringer Erlebnisfaktor gehören zu den Hauptfaktoren. Aber woran liegt es, dass sich die Situation so zugespitzt hat?

Der angebliche Sündenbock ist zugleich das meistdiskutierte Thema in der Retail Branche und heisst «Digitalisierung». Deren Folgen auf den physischen POS haben unweigerlich zu dieser Lage geführt. Die Verlagerung vom stationären Handel zum Onlinehandel ist nichts neues. Laut VSV (Verband des Schweizerischer Versandhandels) und der GFK (Gesellschaft für Konsumforschung) Hat der Onlinekonsum im letzten Jahr um 10% zugenommen, im Vergleich zum Vorjahr. Es ist kein Geheimnis, dass der Detailhandel unter enormem Druck steht. Wenn man aufmerksam durch Einkaufsstrassen der Schweiz läuft, bemerkt man die eine oder andere leerstehende Verkaufsfläche.

Liegt der Fehler bei der fortschreitenden Digitalisierung oder dem Einzelhändler der «es» damals schon so gemacht hat und heute noch so tut?

Dyson Showroom Zürich von innen

Beantworten Sie die Frage doch bitte für sich selbst und schreiben Sie Ihre Antwort in die Kommentarzeile, nachdem Sie folgendes Zitat gelesen haben:

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford

Sie können aufatmen. Der physische POS wird nicht verschwinden, er wird sich zum Positiven verändern. Zumindest für diejenigen, die die Digitalisierung für sich gefunden haben und für sich nutzen. Die Verkaufsfläche werden zukünftig keine «Stores» im eigentlichen Sinne sein, Sie werden die Funktion eines «Showrooms» haben. Das beste Beispiel dafür ist «Dyson». 2019 eröffnet das Staubsauger-Unternehmen einen Demo Store an einer der teuersten Verkaufsflächen der Schweiz und zwar gleich neben dem Paradeplatz in Zürich. Daran besonders ist, dass Sie das Produkt dort testen und einmal in die Hand nehmen können, um es dann von Zuhause aus zu bestellen. Sie sehen, es geht um das Erlebnis! Wenn Sie morgens mit Ihrer Frau bei Sprüngli am Paradeplatz gemütlich einen Kaffee nehmen möchten und danach in der Stadt bummeln, dann werden Sie sich vermutlich nicht vorher einen Staubsauger besorgen und vermutlich auch nicht unmittelbar danach. Sie können das Gerät vor Ort zahlen und es sich schliesslich nach Hause liefern lassen.

Zusammengefasst: Online und Offline werden sich perfekt ergänzen. Das Modell kann von Branche zu Branche abweichen, wird aber im Kern das selbe bleiben.

Nun gilt es Emotionen zu wecken, sodass die Kunden den Store betreten wollen und schliesslich auch möglichst lange darin verweilen.

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